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der Entwurf

ich dachte mir, ich könnte jetzt ja mal zeigen, wie alles angefangen hat. Ich habe 5 Seiten mit Aquarellzeichnungen vollgekritzelt und habe mich für dieses Motiv entschieden:

Zuerst hatte ich auf Aquarellpapier angefangen. Es hat sich aber herausgestellt, dass das nicht das optimale Papier für Strickentwürfe ist. Aquarellpapier ist rau - zumindest mein Aquarellpapier hat eine Struktur. Dies führte dazu, dass die Zeichnungen nicht konturenscharf waren. Normales Schreibpapier in 80 g/m² hat sich zu stark gewellt und es ließ sich mit Aquarellfarben nicht sehr gut darauf malen.

Ein Edding-Stift auf Schreibpapier wurde auch verworfen, weil ich damit keine richtig geschwungenen Linien hinbekommen habe.

Zufrieden war ich mit Spezial-Inkjet-Papier in 100 g/m² für den Drucker. Dieses Papier erlaubt sehr kantengenaue Aquarell-Linien. Verwendet habe ich einen Marderhaar-Schlepperpinsel und schwarze Aquarellfarbe von Schmincke. Für mich die optimale Ausrüstung für FairIsle-Entwürfe.

Das oben gezeigte handgemalte Motiv habe ich dann eingescannt und mit dem PC weitergearbeitet. Zuerst wurde es an der rechten Kante beschnitten, so dass eine gerade Achse entstand. Dann habe ich das Motiv gespiegelt und gedoppelt.

Anschließend in einem Kreuzstich-Programm in Kästchen umgewandelt. Die Kästchen wurden wieder eingescannt und als Objekt im Grafikprogramm vervielfacht auf 4 Motive, die ich nebeneinander und untereinander platziert habe.

Nun war noch viel Loch zwischen den Motiven. Um dieses auszufüllen habe ich das Mittelmotiv der Originalzeichnung herausgenommen und für die Füllung zwischen den Hauptmotiven verwendet. Leider sind sehr viele große Maschenabstände zwischen den Farben entstanden. Teilweise muss über 28 Maschen in nur einer Farbe gestrickt werden, was dazu führt, dass man die Zweitfarbe weben muss. Das ließ sich leider nicht vermeiden, das mit weniger Maschen pro Mustersatz kaum noch was vom Ursprungsmotiv zu sehen war.

So, das Hauptmotiv war fertig und ich stand vor der Entscheidung, was ich mit dem unteren Rand machen soll.
Einfach eine Borte entwerfen?
Ich habe mich dagegen entschieden. Stattdessen habe ich das Motiv invertiert und unten nochmal angehängt und dann vom invertierten Motiv zum richtigen Motiv einen Übergang geschaffen. Das bedeutet, dass der untere Abschluss aus ca. 40 Runden besteht und dann erst in das richtige Motiv übergeht.
Erst nach 120 Runden kommt der Anschluss ab dem man das Motiv immer wiederholt. Dafür müsste man aber schon eine Decke draus stricken. Bei einem Pulli wird es wohl so rauslaufen, dass man das untere Teil und einmal das obere Teil strickt und dann auch schon an der Schulter angekommen ist.
Vermute ich mal, ich bin noch nicht so weit mit meinem Gestrick.

today I want to show how it all started.

I made sketches on Paper. First I tried a black marker on normal printer paper. But I didn't get nice curved lines with it.


Then I tried watercolour paper in combination with watercolour. My paper was too rough so that I didn't get fine defined lines.


Successful was to take special inkjet paper and black watercolour and a brush. Took a special brush for lines, I don't know the translation for that brush, in German it is called "Schlepper". This is a brush with much longer hair as usual.


After painting I scanned the motiv shown above and worked on with the computer and a graphic programme. I doubled the motiv and turned one half to fit the first half. For the space between the main motivs I took the middle part of it and placed it between the main motives.


The painting now was changed into squares by using a cross-stich-programme.

15.2.08 07:19
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


angela / Website (15.2.08 15:03)
Sauber, sauber,
ich bin auch dazu übergegangen, Strick- oder Stickmuster mit dem Computer zu machen, die Möglichkeiten sind ja unbegrenzt.
Sehr fein... und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Viele Grüße
Angela

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